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Gute Spiele, schlechte Spiele – MEIN NEUER ARTIKEL IN DER GAMESTAR 8/2019!

Legendär gut – legendär schlecht. Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welche Spiele wirklich gut und wirklich schlecht sind. Aber woran machen wir das eigentlich fest? Was macht ein gutes Spiel aus? Was ein schlechtes? Und was ist eigentlich mit all den mittelmäßigen Spielen dazwischen?

Mein neuer Artikel „Was ist eigentlich Qualität? Gute Spiele, schlechte Spiele. Und das weite Feld dazwischen“

Jetzt in der GameStar 8/2019!

 

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VGN-BAHNSOMMER: Am Ende aller Abenteuer

VGN-Bahnsommer: Wir haben uns durchs Nürnberger Land geschlemmt, haben im Spalter Hopfenhügelland auf der MS Brombachsee den Freibeuter in uns entdeckt, haben uns auf unseren Rädern auf dem ErlebnisRadweg Hohenzollern auf interaktive Zeitreise begeben und uns bei Ritterhelm-Selfies die Bäuche wund gelacht und haben, kurz gesagt, den VGN-Bahnsommer in vollen Zügen genossen.
Knapp drei Wochen voller Gewinnspieltouren, Trubel, Action, Schlemmereien und Outdoor-Erlebnissen. Wir haben uns auf die Suche nach dem Abenteuer gemacht und es direkt vor unserer Haustür und unseren Nasen gefunden.
Währenddessen habe ich ihm in meinen Texten immer wieder nachgespürt: dem Kern, dem Herz des Abenteuers. Und es bei Kirschbauern am Wegrand gefunden, die uns Kirschen mit einem Lachen schenkten. Einen Blick auf es erhascht im aufziehenden Sturm auf dem Brombachsee. Spuren von ihm gefunden im gemeinsamen Lachen auf der Cadolzburg bei Ritterhelm-Selfies, die aus Fremden plötzlich Freunde machte.
Vielfältig ist es, das Abenteuer.
Es hat so viele Gesichter wie wir Tage im Jahr haben, es erleben zu können. Dreihundertfünfundsechzig genau.
Aber irgendwas hat gefehlt.
Auf den Touren fanden wir Splitter des Abenteuers – aber ein Aspekt blieb bislang unberührt. Ohne, dass ich genau hätte sagen können, welcher das sei. Hier nun, bei der allerletzten Gewinnspieltour des VGN-Bahnsommers 2019 „Stand Up Paddling auf der Altmühl mit dem Adventure-Professor“ am 27. Juli fiel es mir nun endlich ein.

Bretter, die die Welt bedeuten

Aber von Anfang an. Los ging es, wie bei allen Gewinnspieltouren zuvor, am Nürnberger Hauptbahnhof. Unser SUP-Guide – Deutschlands erster Adventure-Professor und Outdoor-Veteran Prof. Dr. Manuel Sand stieß dort bereits zu uns.

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Aufgeregt angekommen am Treuchtlinger Bahnhof: Was uns wohl erwartet?

In einer kleinen Gewinnspielgewinnerinen-Abenteuergruppe fuhren wir im bei dem dampfigen Wetter angenehm klimatisierten Regionalexpress nach Treuchtlingen. Am nahegelegenen Altmühl-Ufer wartete bereits ein Frühstück auf uns – Danke an Stefanie Grucza von der Stadt Streuchtlingen für die wundervolle Organisation, die leckeren Croissants und Brezeln und alles Herzblut! Manuel Sand und Oliver Gruber von der Supkommune machten uns dann mit unseren Reittieren für den Tag bekannt: Etwa drei Meter lange, aufblasbare Stand Up Paddling-Boards.
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Erstmal mussten die Boards aufgepumpt werden. 1 Bar geht etwa in jedes rein. 

Schaut auf den ersten Blick ziemlich furchteinflößend riesig und unhandlich aus, wenn man noch nie auf einem stand. Entsprechend aufgeregt waren die SUP-Neulinge unter uns.

Frau über Board!

Perfekt, dass die Altmühl als der langsamste Fluss Bayerns gilt. Da kann ja nicht viel passieren. Denkste. Der Fluss hat einen derzeit so niedrigen Wasserstand, dass wir immer wieder seichte Stellen querten, an denen die Finnen unserer Boards kurzerhand hängen blieben und den nichtsahnenden SUP-Paddler stehenden Fußes bockig nach vorne abzuwerfen drohten.
Und so hieß es mehr als einmal: Frau über Board! Aber bei den Temperaturen wartete man quasi sehnlichst darauf, dass einen das Board einmal wieder ins kühle Nass warf. Also alles halb so wild. Die ersten Flusswindungen, Kehren und Querströmungen kämpften wir mit der Balance, der Bockigkeit unserer Boards und dem ungewohnt überdimensionierten Paddel. Gelächter inklusive.

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Ubermut kommt vor dem Fall und so ;-).

Ein besonderes Highlight war außerdem unsere Fotografin, die aus kameraschonenden Gründen statt per SUP per aufblasbarem Kanu (namens „Atze“)  mitpaddelte  und uns mit gewagten Wendemanövern (Alles für den Money Shot) vor lauter Lachen vom SUP fallen ließ. Die ersten Kilometer auf dem Fluss waren nass. Und heillos lustig.

Am Ende aller Abenteuer oder The Last Ingredient

Auf etwa halber Strecke zwischen Treuchtlingen und Pappenheim – unserem Ziel“hafen“ – machten wir Pause. Aussteigen vom SUP gestaltete sich als gar nicht so einfach und trockenen Fußes kam dann auch fast niemand an Land. Aber bei den Temperaturen – wen kümmert´s? Nachdem wir uns gestärkt hatten (lecker Croissants und Apfelschorle) ging es zurück auf´s Wasser. Beinahe unmerklich setzte eine interessante Verwandlung ein: Nachdem die ersten Unsicherheiten überwunden, die Balance gefunden und eine gewisse Paddelschlag-Handwechsel-Routine einsetzte, fand jede und jeder sein Tempo.

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Schlag, Wechsel, Schlag. Ein medidativer Bewegungsablauf.

Schlag, Wechsel, Schlag, Wechsel.
Und immer so weiter.
Stetig, langsam voran. Dem Fluss nach.
Die Gespräche wurden stockender, die Augen verträumter, nach innen gewandter. Wir schienen eins mit dem SUP zu werden – oder vielmehr, mit dem Fluss unter uns.
Und auf einmal dämmerte mir, was es war, jenes letzte Element, die letzte Zutat, the last ingredient, des Abenteuers: Die Stille des Flow. „Medidativ“ sei es, dieses Paddeln, Dahintreiben auf dem ruhigen Fluss, so drückte es eine Teilnehmerin aus. Und treffender kann man es wohl nicht fassen.
Wir hatten jenen sagenumwobenen Zustand erreicht, den man Flow nennt.
Über kurze seichte Stellen navigierend, von azurblauen Libellen und sogar einem Eisvogel begleitet, entlang grüner Wiesen und tief hängender Trauerweiden, folgten wir dem langsamen Strom, wie er sich durch das Tal dahin wand. Ganz in der Stille und Absolutheit des Hier und Jetzt, des Augenblicks, Paddelschlag für Paddelschlag.
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Innehalten.

Pantha rei, heißt es im Altgriechischen – „Alles fließt“. Und Heraklit hatte recht damit. Die Stimmung hatte sich geändert – von der Aufregung am Anfang, das erste Mal auf einem SUP zu stehen und dieses unter Kontrolle zu halten, jetzt schließlich zu einer tiefen Ruhe, einem besinnlichen, ja eben medidativen, Sein im Jetzt.
Eine tiefe Ruhe war eingekehrt, als wir schließlich in Pappenheim von Board gingen und uns auf die Rückfahrt mit der Regionalbahn nach Nürnberg machten. Mir zumindest schien es fast so, als hätte mir der Fluss-Flow die Atemwege freigespült, als könnte ich tiefer Luft holen als im sonstigen Trubel des Alltags.
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Tief einatmen. Und ausatmen. Der Fluß beruhigt.

Am Ende des VGN-Bahnsommers, mit dieser letzten Gewinnspieltour, fanden wir den letzten Splitter, das, was vielleicht der Gipfel jedes Abenteuers ist: Den Flow. Passend: Im Fließen des langsamen Flusses. Und das ganz ohne ans Ende der Welt reisen zu müssen, in exotische Ferne und abgelegenste Gebiete.
Direkt vor der Haustür wartete dieses Mikro-Abenteuer.
Direkt vor unseren Nasen fanden wir den Flow.
 

Bilder: VGN
Fotografin: Andrea Gaspar-Klein 2019
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VGN-BAHNSOMMER: Hitze, Hohenzollern und Helmselfies

Pokemon GO? Schon mal gehört, oder?
Aber warum eigentlich irgendwelchen Fabelwesen hinterherjagen, wenn die historische Realität letztlich viel spannender ist?
Die Geschichte der Hohenzollern etwa – eine Geschichte von Aufstieg und Fall und der bemerkenswerten Ausbreitung einer Herrscherfamilie über – für damalige Zeit – extreme Distanz hinweg. Game of Thrones in realita – nur halt ohne Drachen. Aber dafür mit einer ganzen Menge Interaktivität. Das ist der ErlebnisRadweg Hohenzollern, der sich von Nürnberg bis nach Ansbach quer durch die Region schlängelt.

Geschichtsstunde im Stil von Pokemon GO

Aber sterile Schautafeln waren gestern. Der ErlebnisRadweg Hohenzollern macht Geschichte interaktiv erlebbar. Gleichnamige App runterladen, Marker finden und scannen und los geht´s in 3D und Augmented Reality auf interaktive Zeitreise. Auf der Gewinnspieltour des VGN-Bahnsommers „ErlebnisRadweg Hohenzollern – Eine interaktive Zeitreise mit Augmented Reality“ haben wir uns am 26. Juli auf Entdeckungstour gemacht.
Mit sieben Teilnehmer*innen jeden Alters und Hintergrundes trafen wir uns morgens am Nürnberger Hauptbahnhof. Samt Rädern. Und das war – für mich als Bike Guide und Fahrtechnik – schon das erste Highlight ;). Eine Teilnehmerin kam mit einem Oldschool Scott-Mountainbike, welches das Bikerherz höher schlagen ließ! #love

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Alle Räder an Bord! Mit der S-Bahn ging es bequem und nachhaltig nach Fürth. 

Geschichte zum Anfassen

Mit der S-Bahn machten wir uns auf nach Fürth und wurden von Joanna Bacik vom Landratsamt Fürth mit Brezeln (Lecker!) und Max Keck, Museumspädagoge der Burg Cadolzburg, am Fürther Hauptbahnhof empfangen. Hier starteten wir direkt in die Abenteuertour Vergangenheit.

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App ErlebnisRadweg Hohenzollern runterladen, Marker finden und los geht´s in die interaktive AR-Geschichtsstunde!

Mitten in der Fürther Fußgängerzone wartete nämlich die erste ErlebnisRadweg-Station auf uns: Der Dreiherrschaftbrunnen. Er stellt die über lange Jahrhunderte herrschende Trias in Fürth dar: Bischof (Dompropstei Bamberg), Markgraf (von Brandenburg-Ansbach) und Patrizier (Reichsstadt Nürnberg). Wie es sich für ein historisches Game of Thrones gehört, herrschten die drei Instanzen freilich nicht friedlich nebeneinander, sondern lagen in ständigem Clinch miteinander. Davon berichtet dann auch der Erzähler der App, als wir den Marker per Mobiltelefon scannen und den Brunnen in 3D auf unseren Displays hin und her drehen. Geschichte zum Anfassen statt starre Infotafeln – nice!
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Digitale Agilität statt starrer Infotafeln. Das ist der ErlebnisRadweg Hohenzollern. Und das Ganze noch verbunden mit Outdoor-Erlebnissen. Sauber!

Geschichte im Schatten der Trauerweide

Nach dem Trubel in der Fußgängerzone und der dort in den Häuserschluchten stehenden Hitze war es eine Wohltat, als wir schließlich in den Pegnitzgrund hinunter radelten und uns aufmachten gen Veitsbronn – dem nächsten Halt unserer Tour.

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Immer dem schwarz-weißen Symbol des Hohenzollern Radweges hinterher.

Immer an der Pegnitz, dann der Regnitz, schließlich der Zenn, entlang, über weite Felder und durch das ausgedehnte Land, den Fahrtwind im Gesicht.
So lässt sich Abenteuer (er)leben!
In Veitsbronn machten wir Pause mit – bei der Hitze umso erfrischenden – kühlen Getränken. Im Schatten einer Trauerweide erzählte uns Max Keck, Museumspädagoge der Burg Cadolzburg Interessantes und Wissenswertes über die Hohenzollern, bevor es weiter an der Zenn entlang ging nach Langenzenn. Dort kehrten wir im Biergarten Oase, direkt am Zennufer, ein und stärkten uns bei Bratwürsten, Radler und Kartoffelsalat, bevor es losging zur letzten Etappe nach Cadolzburg.
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Max Keck, Museumspädagoge der Burg Cadolzburg (rechts im Bild), wusste so Allerlei zu berichten zur bewegten Geschichte der Hohenzollern.

Saharatour mitten in Franken

Was eine Hitze.
Zu diesem Zeitpunkt war das Thermometer schon weit über die Dreißig-Grad-Marke gekrochen und die Luft flirrte am Horizont hinter den Maisfeldern.

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Sahara-Tour mitten in Franken. Aber die Hitze tat der Schönheit des Weges keinen Abbruch.

Aber wir waren dank Joanna Bacik mit genug Wasser für eine Sahara-Expedition gerüstet. Und so fühlten sich die letzten Meter hinauf auf die Burg Cadolzburg dann schließlich auch an. Respekt an uns alle an dieser Stelle. Das war echt mal ein Mikro-Abenteuer – Saharatour mitten in Franken. Oben auf dem Burgberg angekommen hatten wir uns ein Eis im Eiscafé Loisl´s dann redlichst verdient. Bei köstlich-kühlem Eis und im Schatten des Eiscafé-Gartens kühlten die Köpfe dann wieder weit genug ab, um bereit zu sein für die exklusive Führung in der Burg Cadolzburg.

Helmselfies auf der Cadolzburg

Erlebnisburg Cadolzburg – so heißt es. Und das ist sie tatsächlich! Auf der Burg trug sich das interaktive, haptisch fokussierte und auf Erlebnis basierende Konzept der ErlebnisRadweg Hohenzollern-App weiter fort. Statt mit sterilen Schautafeln bekamen wir hier einzigartige Einblicke in das Spätmittelalter für alle Sinne. Wir durften Probeliegen in Herrschaftsbetten und auf Strohsäcken für die Dienerschaft. Wir probierten Süßigkeiten, die nach Vorbild des Spätmittelalters erstellt wurden (Zuckerkümmel!) und rochen uns per Geruchsproben durch die mal anziehende, mal abstoßende Geruchsvielfalt der Vergangenheit. Ja, wir durften sogar Kettenhemden und Lederpanzer anprobieren.

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Rüstungen anprobieren? Na klar doch!

Und Ritterhelme! Klar, dass dabei die mit Abstand geilsten Selfies des VGN-Bahnsommers entstanden sind (Ritterhelm-Selfies!!).
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Ritterhelm-Seflies. DAS neue Ding 😉

Wir lernten ganz spielerisch eine Menge über die Geschichte der Hohenzollern im Besonderen und über das alltägliche Leben im Spätmittelalter im Allgemeinen. Interaktiv per Anfassen, Anprobieren, Erkunden, Erriechen, Erfahren. Am eigenen Leib. So lernt man Geschichte! Mit VR-Brille nahmen wir in Ego-Perspektive Teil an einem Ritterturnier, traten in einem Punching-Spiel über eine LED-Wand gegeneinander im Tjost an und lachten, bis uns die Bäuche wehtaten.
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Adieu, Cadolzburg! Wir kommen bestimmt wieder!

Freundschaften

Lachen verbindet bekanntlich. Und diese dritte und vorletzte Gewinnspieltour des VGN-Bahnsommers stand ganz im Zeichen des Lachens. Auch das ist das Abenteuer. Oder vielleicht vor allem das. Neue Menschen kennenlernen. Mit Fremden Lachen. Gibt es nicht das Sprichwort, dass ein Lachen aus Fremden Freunde macht? Wenn nicht, dann habe ich das jetzt erfunden (Patent! Call dibs, wie es im How I Met Your Mother-Slang heißt 😉 – bitteschön, gern geschehen. Das jedenfalls ist eindeutig das Fazit dieser Tour: Über gemeinsames interaktives Erleben von Geschichte ist gewissermaßen der Spieltrieb in uns (wieder)erweckt worden und da wir spielen, lachen wir auch. Das ist die Leistung des ErlebnisRadwegs Hohenzollern und der Führung auf der Burg Cadolzburg. Wir haben gemeinsam gelacht, bis wir nicht mehr konnten. Und dabei noch was gelernt. Oder vielmehr – genau deswegen was gelernt. Jetzt gehen wir erstmal nächste Woche zusammen ein Bier trinken und weiterlachen.
Lieber VGN-Bahnsommer – vielen Dank für dieses Abenteuer: Neue Freundschaften!

Bilder: VGN
Fotografin: Andrea Gaspar-Klein 2019

 
 

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Fotoshoot mit desire lines für Mountain Bike Holidays

Berge, Berge, Berge. Trails, Trails, Trails. Vom 21.-25. Juli war ich vier volle Tage lang mit desire lines quer durch die Alpen unterwegs – Fotoshoot für Mountain Bike Holidays. Leogang, Kitzbühel, Nauders am Reschenpass und Zugspitzarena. Top ausgestattet mit Klamotten von Ziener Sports, Protektoren und Helm von iXS, Rucksäcken von Deuter und ziemlich potenten Trek Top Fuel-Bikes ratterten wir uns quer durch die Berge.
Fazit: Drei Sonnenaufgangsshootings (3:30 Uhr aufstehen und nauf auf den Berg!), ein Haufen Trails und ein ganzer Batzen Spaß!
Schee war´s, vor allem dank einer geilen Crew! Danke, dass ich dabei sein durfte!

 
 

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VGN-BAHNSOMMER: Hopfenanekdoten und Hagelschauer

Hopfen bringt die Leute zam.
Auf jeden Fall mal die neun Teilnehmer*innen, die sich am 20. Juli 2019 zur zweiten von insgesamt vier Gewinnspieltouren des VGN-Bahnsommers am Nürnberger Hauptbahnhof zum „Genusswandern im Spalter Hopfenhügelland“ trafen. Mit der Regionalbahn ging es nach Roth und von dort aus weiter mit der Freizeitlinie 609 – dem Brombachsee-Express – nach Spalt.

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Mit der Regionalbahn und dem Brombachsee-Express ging es vom Nürnberger Hauptbahnhof nach Spalt

Hopfen – Der Don Juan der Bierzutaten

Im Museum HopfenBierGut hörten wir erstmal alles Wissenswerte über die Historie und auch die aktuelle Situation der Hopfenkultur rund um Spalt. Mit Hans-Josef Ermer, Hopfenbauer und Fremdenführer, hatten wir nicht nur den perfekten Hopfen-Spezialisten an der Hand – er plauderte außerdem aus dem Nähkästchen: Wer amüsante Anekdoten aus dem Hopfenbauer-Alltag wissen will, der ist hier an der richtigen Adresse.
Etwa die Geschichte vom alten Fritz, der genauso viel Hopfen zupfen konnte wie er selbst in bierumgewandelter Form trank.
Oder wusstet ihr, dass eine einzige männliche Hopfenpflanze reicht, um eine ganze Armada weiblicher Pflanzen zu befruchten und dadurch für den Brauprozess unbrauchbar zu machen?
Ziemlich potent, dieser Hopfen.
Kein Wunder, dass der Saumarkt, bei dem sich die Hopfenzupfer traditionell trafen, um, nun ja, die Früchte ihrer Arbeit zu genießen – auf gut deutsch: um zu saufen – 1912 verboten wurde. Die Story dahinter: Im Jahr zuvor waren knapp 500 Zupfer zu insgesamt 850 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Die wussten damals noch, wie man richtig eskaliert. 100 Jahre nach seinem Verbot wurde der Saumarkt 2012 erstmals wieder gefeiert – diesmal ganz ohne Verhaftungswellen.
Wir zelebrierten die Spalter Hopfenkultur im Anschluss an die Führung mit einer eigenen kleinen Bierverkostung an der museumseigenen Bierbar. Und die feschen Gläser durften wir sogar behalten.

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Ein Prosit auf die Spalter Hopfenkultur. Im Museum HopfenBierGut durften wir Spalter Bier kosten. Mjam

Hopfenträume und Sandsteinschluchten

Nach der Reduzierung der akuten Unterhopfung an der Museumsbar ging es dann aus Spalt hinaus, an im Wind leise rauschenden Maisfeldern und Hopfengärten vorbei auf der Wanderung ins Schnittlinger Loch. Über Stufen führte der Pfad steil bergan zu dem imposanten Naturdenkmal – eine durch Unterwaschungen und Unterspülungen entstandene Sandsteinschlucht mit Felsabstürzen, die an Gletscherspalten erinnern. Oben angekommen führte der Weg über die Anhöhe weiter nach Hagsbronn.

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A bissal Bergsteig-Feeling im Schnittlinger Loch

Im Gasthaus „Zur Frischen Quelle“ wartete gutfränkische Küche auf uns – und der Panoramablick auf das umliegende Hügelland. Auenland made in Franken. Und von wegen die Franken seien grantig. Da wir ein wenig in Zeitstress gerieten, organisierten die Inhaber des Gasthofes kurzerhand drei Autos und fuhren unseren Wandertrupp hinab zur Anlegestelle in Enderndorf am Ufer des Brombachsees. Improvisation ist eben King. Ganz nebenbei erwies sich die Kellnerin, bei der ich mit im Auto saß, als spontane, talentierte Fremdenführerin und erzählte Geschichten von links und rechts am Wegrand.
Einmal mehr der Beweis, dass sich manches Abenteuer eben nicht planen lässt.

Ein bißchen Kreuzfahrt, ein bisschen Sturm

Hopps, raus da und rauf auf die MS Brombachsee.

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Die MS Brombachsee: A weng Kreuzfahrt-Feeling bei uns vor der Haustür

Leinen los, Cappuccino holen und die Beine ausstrecken auf Achterdeck. Wer hätte gedacht, dass man bei uns auf Kreuzfahrt gehen kann? Einmal kurz die Augen schließen, das Gesicht gen Sonne strecken und dem Schiff lauschen, wie es durchs Wasser pflügt. Das Gemurmel der Passagiere und den Fahrtwind im Haar.
Gar nicht übel, Mister Bahnsommer.
So lässt sich´s aushalten.
Fotomaterial für die Insta-Story gab´s dann noch spontan oben drauf. Hinter den Hügeln im Süden ballte sich nämlich ein Gewitterband. Das Licht-Schatten-Hell-Dunkel-Spiel und die Segelboote davor – I like. Wir schafften es sogar noch trockenen Fußes (oder besser: trockenen Decks) zurück an den Strand in Enderndorf und zum 1. Beach Beer Festival bevor der Sturm losbrach. Das erste Craft Beer von NBG IPA kosteten wir dann unter abenteuerlichen Umständen: Mitten drin im Hagelschauer krochen wir kurzerhand mit unters Zelt des Brau-Chefs (und hinderten dieses mit geballter Kraft dann auch am Umkippen). So macht man Abenteuer. Bierverkostung unter erschwerten Umständen. Saufen kann ja jeder.

Himmelherrgottsna

So plötzlich wie der Sturm kam, verzog er sich auch wieder. Und im Abendlicht unter wieder vorbildlich blauem Himmel probierten wir uns noch durch Bierkreationen von bierwerk, Hecht und Ravencraft.
Mjam.

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Im Bier-Bus von Ravencraft – Ein würdiger Abschlus eines geilen Tages!

Perfekt, dass es bis zur Haltestelle der Freizeitlinie danach nur ein paar Meter waren. Zurück im Brombachsee-Express gen Roth und Nürnberg, ein letztes Mal an diesem Tag vorbei an Hopfengärten und Maisfeldern, sprach eine Teilnehmerin aus, was so ziemlich das Fazit des Tages war: „Also, da braucht man echt nicht wegfahren, wo´s hier doch so schön ist“.
Darauf ein Craft Beer.
Und auf den Hagelschauer und das spontane Zeltrettungs-Komitee.
Und auf das Team des Gasthofes „Zur Frischen Quelle“, die spontan ihre Privatautos organisiert haben und sich die Zeit nahmen.
Und auf die Mikro-Adventure-Kreuzfahrt. Und auf die Teilnehmer*innen, die mit Pirat gespielt haben (musste sein, immerhin waren wir auf einem SCHIFF!).
Und auf den alten Fritz, der genauso viel Hopfen gezupft wie er versoffen hat.
Ja, kurz gesagt, Himmelherrgottsna, auf den VGN-Bahnsommer!

Bilder: VGN
Fotografin: Andrea Gaspar-Klein 2019
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Digitale Geschlechtergleichheit? Mein neuer Artikel auf SPIELKRITIK.COM!

Mein neuer Artikel auf spielkritik.com:

GASTSPIELER: Digitale Geschlechtergleichheit? – Männlichkeit und Weiblichkeit in Spielen

Lara Crofts Atombusen, spärlich bekleidete Amazonen und Zauberinnen in vielen Rollenspielen, sowie die ewige Promiskuität der weiblichen Figuren in der »The Witcher«-Reihe – das Bild der Frau in Spielen ist noch immer größtenteils geprägt von althergebrachten Stereotypen von Weiblichkeit. Aber wie sieht es eigentlich auf der anderen Geschlechterseite aus? Wie steht es um die Darstellung von Männlichkeit in Spielen? Und wie stehen beide Darstellungen zueinander?

Lest den ganzen Artikel jetzt auf spielkritik.com!

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JETZT ANMELDEN! Meine Kurse BIKE & KREATIVES SCHREIBEN im Bildungszentrum Nürnberg!

Mit gleich zwei Kursen starte ich meine Dozententätigkeit beim Bildungszentrum Nürnberg:

Beide Kurse stehen jetzt online und sind buchbar! Kommt mit!

Alle Infos & Buchung hier!

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Schreib deine Story!

Kreatives Schreiben, Bikekultur & Mikroabenteuer

Mountainbiken ist Trendsportart. Und das aus gutem Grund: Es trainiert nicht nur unseren Körper, sondern lässt unseren Geist fließen, macht den Kopf frei, gibt der Seele Raum zum atmen und bringt uns mitten hinein in die Natur. Das Mountainbiken verlangt eine ganz spezielle Mischung aus höchster Konzentration und Anspannung und zugleich einem radikalen Loslassen, einem Frei-geben, um in den sagenumwobenen Flow zu kommen – jenem Zustand des Eins-werden mit dem Moment. Damit ist das Biken dem Schreiben ganz ähnlich. Auch das bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Fokus und Diffusion: die Assoziationen, Konzepte, Begriffe und Worte kommen lassen, um das passende dann im einem plötzlichen Zustand des Fokus herauszufltern. In diesem Workshop spüren wir in zwei gemeinsamen Ausfahrten mit dem Mountainbike dem Flow nach und lernen, unsere Augen zu öffnen für die Mikroabenteuer am Wegrand, direkt vor unserer Nase. Das Erlebte versuchen wir dann anschließend literarisch einzufassen.
Voraussetzungen gibt es nicht. Abenteuer erleben und diese sprachlich einfangen kann jeder – wenn der Blick dafür einmal geschult ist. Für den Ausflug ist ein technisch einwandfreies Mountainbike und grundlegende Fahrsicherheit (S0 und S1 nach der Singletrail-Skala) erforderlich.
16.09.2019: Vorbesprechung im Kursraum
22.09.2019: 1. Mountainbike-Tour – Treffpunkt: Eingang Tiergarten Nürnberg
23.09.2019: Workshop Schreiben im Kursraum
26.09.2019: 2. Mountainbike-Tour
27.09.2019: Workshop Schreiben im Kursraum

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Vom Abenteuer (S)schreiben

Reiseliteratur und Mikroabenteuer – mit gemeinsamen Fahrradausflügen!

Wie schreibe ich über das Reisen? Wie kann ich auf Reisen erlebte Erfahrungen literarisch einfangen? Dieser Frage widmen wir uns im Workshop. Dabei wollen wir aber nicht einfach nur die Theorie wälzen und glänzende Beispiele aus der Literatur heranziehen (Kerouac, Nooteboom). Wir machen uns selbst auf die Reise! Aber Abenteuer warten nicht (nur) am anderen Ende der Welt. Ganz im Sinne des modernen Mikroabenteuers suchen wir das Abenteuer direkt vor unserer Haustür. In einem gemeinsamen Ausflug mit dem Rad lernen wir, den Blick zu öffnen für das erzählerische Potential, das in Dingen und Erlebnissen in unserer direkten Umgebung überall schlummert. Das Erlebte versuchen wir dann im anschließenden Workshop in literarische Form(en) zu gießen.
Voraussetzungen gibt es nicht. Abenteuer erleben und diese sprachlich einfangen kann jeder – wenn der Blick dafür einmal geschult ist. Für den Ausflug ist ein technisch einwandfreies Fahrrad erforderlich.
17.09.2019 Vorbesprechung im Kursraum
22.09.2019 gemeinsamer Fahrradausflug
24.09.2019 Workshop: Literarische Umsetzung des erlebten Mikroabenteuers

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VGN-BAHNSOMMER: Von Kirschen, Begegnungen und dem Abenteuer

Nach Wochen der Vorarbeit und vor allem der Vorfreude ging es am 11. Juli endlich los. Die erste Gewinnspieltour des VGN-Bahnsommers! Mit dem leckerköstlich vielversprechenden Titel „Bier, Brot, Bratwurst – Eine kulinarische Schlösserwanderung durchs Nürnberger Land“. GPS-Tracks des VGN Freizeit-Tipps „Schlösser, Schluchten, Schlemmen“, auf dem die Tour basierte, am Vorabend noch auf´s Navi, Erste-Hilfe-Set in den Rucksack (als Mountainbike-Guide und Fahrtechniktrainerin kann man halt auch nicht aus seiner Haut 😉 und los ging´s!
Treffpunkt am Nürnberger Hauptbahnhof um 9:45 Uhr mit den Gewinner*innen der Tour. War ja quasi eine christliche Zeit für einen Donnerstag. Das Wetter hatte auch Erbarmen und verschonte uns mit den subtropischen Hitzetemperaturen der vergangenen Wochen. Stellte uns dann aber vor ganz neue Herausforderungen – aber dazu später mehr. Mikro-Abenteuer erleben. Direkt vor der Haustür. Und das ganz nachhaltig mit dem ÖPNV. Das ist der Plan des VGN-Bahnsommers. Und der vier exklusiven Touren durch die Region, die zu gewinnen sind.

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Mit der S-Bahn ging es vom Nürnberger Hauptbahnhof nach Lauf a.d. Pegnitz

Wie macht man Abenteuer?

Aber wie macht man das denn eigentlich? Das Abenteuer? Irgendwie ist das Abenteuer ja doch immer spontan, überraschend, unerwartet. Kann man das Abenteuer buchen? Kann man das Abenteuer in einem Gewinnspiel gewinnen? Das waren so die Gedanken, die mich in der U-Bahn beschäftigten, als ich zum Treffpunkt am Nürnberger Hauptbahnhof fuhr.
Vierzehn Teilnehmer*innen trudelten dann nach und nach ein. Eine interessante Mixtur aus Jung und Alt, sportlich und genusswandlerisch unterwegs. Nina und Andi Stempfle vom Bierwerk Nürnberg stießen mit selbstgebrautem Bier im Gepäck mit dazu und in Lauf a.d. Pegnitz erwartete uns Hans Fensel von Schloss Oedenberg, der die Tour wie seine Westentasche kannte.

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Hans Fensel erzählt den Teilnehmer*innen der Gewinnspieltour von der Historie des Laufer Wenzelschlosses

Laufer Unterwelten und fränkische Leckereien

Das Kulinarische im Titel der Tour ist definitiv mit Ausrufezeichen zu denken! In Lauf wartete auf uns ein Weißwurstfrühstück mit Weißwürsten aus der hauseigenen Metzgerei von Schloss Oedenberg samt Bierwerk-Bier. Aber nicht irgendwo. Wir stiegen dazu in die Katakomben unterhalb der Brauerei Dreykorn Bräu hinab. Friedrich Vogel, Inhaber der Brauerei in fünfter Generation nahm uns sogar mit auf eine kurze Führung hinein in die labyrinthische Unterwelt der Kellergewölbe. Vierzehn Meter unter der Erde schlemmt es sich schön abenteuerlich.

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In den Katakomben der Brauerei Dreykorn Bräu schlemmt es sich schön abenteuerlich

Wieder über Tage machten wir uns auf in die Bitterbachschlucht. Die ausgewaschenen Sandsteinfelsen mit zerklüfteten Rissen verloren trotz des durch die Hitze der letzten Wochen versandeten Bachbetts nichts von ihrer imposanten Erscheinung. Der Wanderweg führte am steilen Uferhang entlang. Eine Zeitlang war Gänsemarsch angesagt. Schön konzentrieren auf den wurzeligen Pfad. Über sanft gewellte Hügel und grüne Wiesen folgten wir dem Weg hinauf nach Nuschelberg ins Gasthaus Hallerschlösschen.
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Auf dem Pfad durch die wildromantische Bitterbachschlucht

 

Das Abenteuer Stille

In der Bitterbachschlucht und dem schmalen Pfad durch den stillen Wald fiel mir die erste mögliche Antwort auf die Frage danach, was denn Abenteuer überhaupt ist, die ich mir zuvor in der U-Bahn gestellt hatte, ein: Die Momente der Versunkenheit jedes Einzelnen auf den Weg vor den eigenen Füßen. Die Konzentration des Selbst im Jetzt. Und auf die Wurzel direkt vor einem. Der Augenblick der Stille in einer ansonsten angeregt plaudernden Wandergruppe. Das ist eine mögliche Antwort auf die Frage, was denn Abenteuer überhaupt ist: Ich folge dem Weg vor meinen Füßen. Und sonst nichts. Punkt. Keine sorgenhaften Alltagsgedanken, keine Eile im Geist. Hier und Jetzt. Und der Weg vor mir. Da bin ich. Dafür muss man nicht in die Wildnis am Ende der Welt. Dafür reicht schon ein Augenblick in der Bitterbachschlucht direkt hinter Lauf a.d. Pegnitz.

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Was macht das Abenteuer eigentlich aus? Vielleicht auch das: Die Konzentration des Selbst im Hier und Jetzt. Auf den Weg vor einem. Momente der Stille

Das Abenteuer am Wegrand

Die erste Antwort? Nun, weil es viele gibt. Gleich danach, kurz vor der Einkehr im Gasthaus Hallerschlösschen, kam eine weitere. Hinter einem Zaun standen dort an der Straße ein paar Kirschbäume, schwer mit reifen Kirschen. Die Kirschbauern sahen unsere Gruppe herankommen und es brauchte genau einen Blickkontakt, ein Lächeln, ein Hallo. Ein geflochtener Korb, randvoll mit saftigen, dunkelroten Kirschen wurde über den Zaun gereicht, unserer Gruppe entgegen: „Wollt ihr probieren? Nehmt!“ hieß es. Und im Nu stand unser Grüppchen da kirschkernspuckend und kauend mit den Kirschbauern zusammen und kam ins Gespräch. Da dämmerte mir eine weitere Antwort darauf, was Abenteuer ist: Reisen kann man planen. Klar. Man macht eine Uhrzeit aus, einen Treffpunkt, eine Route, ein Ziel. Aber das eigentliche Abenteuer, das ist nicht planbar. Das passiert auf dem Weg dazwischen. Mit den Menschen am Wegesrand, mit denen man ins Gespräch kommt. Die einem Kirschen schenken. Und es braucht manchmal nicht viel mehr als ein Lächeln.

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Manchmal braucht es nicht viel mehr als ein Lächeln und einen Korb Kirschen am Wegrand für das Abenteuer

Bratwurstgehäck und ein Schäferhund

Im Gasthaus Hallerschlösschen wartete frisch gebackenes Brot der Heroldsberger Bäckerei Volland mit Bratwurstgehäck, wieder von der Metzgerei Schloss Oedenberg, auf uns. Die nette Wirtin erzählte von Freud und Leid des Gastro-Lebens, während ihr verschmuster Schäferhund sich einmal reihum Streicheleinheiten abholte. Auch hier: Die Menschen, jeder mit seiner eigenen Geschichte, jede Geschichte auf seine Weise interessant, machen eine Reise erst zum Abenteuer. Und natürlich all die feinen Hunde, die nur darauf warten, gekrault zu werden ;-). Dieser Gedanke, dass die Menschen, die Begegnungen das eigentliche Abenteuer im Abenteuer sind,  begleitete mich die nächste Etappe von Nuschelberg bis Schloss Oedenberg. Bei frischen Bratwürsten fanden wir dort Zuflucht vor dem einsetzenden Regen.
Die letzte Etappe bis Heroldsberg verlief dann im Regen. Outdoor ist halt nicht immer heiter Sonnenschein, auch nicht bei einer kulinarischen Genusstour. Aber trotz oder gerade wegen des Regens herrschte eine einzigartige Stimmung. Die Feuchtigkeit hing wie Wolkenfelder in den Baumwipfeln.

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Die Feuchtigkeit hing wie Wolkenfelder in den Baumwipfeln und am Horizont

Das Abenteuer VGN-Bahnsommer

Als wir schließlich nach Kaffee und Kuchen (Mjam!) bei der Bäckerei Volland in Heroldsberg in der Gräfenbergbahn saßen und ich dann anschließend wieder in der U-Bahn gen Zuhause, glaubte ich, eine weitere Antwort auf die Frage gefunden zu haben, die ich mir ein paar Stunden vorher an der gleichen Stelle gestellt hatte: Was ist eigentlich Abenteuer?
Eine durch das VGN-Bahnsommer-Gewinnspiel bunt zusammengewürfelte Gruppe verschiedenster Menschen hatte einen Tag zusammen auf Wanderung verbracht. Ich ließ die Gespräche und Begegnungen dieses Tages Revue passieren.
Da war einer, der sich nach einem schweren und traumatisierenden Sportunfall wieder aufs Rad geschwungen hat und die Challenge Roth gefahren ist. Against all odds.
Da war eine, die ihrem Freund ein eigenes Buch gebastelt hat mit den schönsten Bahnhöfen Deutschlands. Weil es das nicht gab und er mal meinte, das wäre doch cool.
Da waren zwei, ursprünglich aus Kasachstan, die zugfahrtversiert sind – die davon erzählen, wie sie früher als Kinder das Zugfahren in der Sowjetunion erlebt haben.
Da war einer, der jetzt schon nachhaltig unterwegs ist – nämlich mit dem VAG Fahrradverleih. Und da gleich auch von eigenen Ideen erzählt, wie man das System noch verbessern könnte.
Da sind eine Handvoll Menschen, die der VGN-Bahnsommer zusammengebracht hat, die alle eine Geschichte zu erzählen haben.
Da waren Kirschbauern am Wegrand, die Kirschen über den Zaun reichten.
Das sind Begegnungen.
Das ist das Abenteuer.
Vielleicht ist das ja die Antwort: Die Menschen sind letztlich das, was das Abenteuer ausmacht.

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Es sind die Menschen, die Begegnungen, die das Abenteuer machen. Allein im Auto sitzend erlebt man die nicht. Also geht raus, holt euch ein Tagesticket Plus, nehmt Freunde oder Fremde mit und sucht eure ganz eigenen Abenteuer!

Als ich an meiner Haltestelle dann schließlich ausstieg, dachte ich noch: Notiz an mich selbst: Einfach mal ein Tagesticket Plus kaufen, sich in Zug, S-Bahn oder Bus setzen und Menschen treffen. Sich gemeinsam auf den Weg machen. Spontan Kirschen essen. Erzählen und zuhören. Das ist Abenteuer.
Was macht da schon das bißchen Regen am Ende?

Bilder: VGN / Fotografin: Andrea Gaspar-Klein 2019
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TEXTE / GAMING

Event "WORK & GAMIFICATION"

Am 12. Juli startete die New Work Week im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals mit dem von Arthur Soballa und mir organisierten Event „WORK & GAMIFICATION“.
Der Gamification-Ansatz überträgt ludische (spielerische) Elemente auf nicht-ludische Kontexte und schafft so ganz neue Zugänge zu und Umgänge mit Arbeitswelten- und Konzepten. Was bringt das? Und wie lässt sich Arbeit eigentlich spielerisch denken?
Prof. Dr. Thomas Voit (TH Nürnberg), Kavinda Senewiratne (Whammychat) sowie Katharina Trautvetter (gamerrepublic.de) sprachen dazu aus wissenschaftlicher, unternehmerischer und journalistischer Perspektive. Es wurden mögliche Antworten geboten, neue Fragen aufgeworfen und zusammen mit dem interessierten Publikum stieg man am Ende in eine heiße Diskussion über Work und Gamification ein.
 

Mit 80 Teilnehmer*innen war die Location im Landbierparadies in der Sterzinger Straße restlos ausgebucht – insgesamt gab es knapp 160 Anmeldungen!
Ein Abend voller neuer Erkenntnisse, interssanter Speaker und anschließend noch angeregter Gespräche bei der Eröffnung des Nürnberg Digital Festivals (und dem ein oder anderen Bier 🙂 im naheliegenden Z-Bau.
DANKE an die Speaker, das tolle Publikum und die Jungs und Mädels vom Landbierparadies!
Bis zum nächsten Mal!

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Brandneu

Gleich doppelt vertreten im CURT!

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Der Sommer bei uns hat so einiges zu bieten!
Das Nürnberg Digital Festival und die New Work Week starten diesen Freitag. Da bin ich u.a. mit dem Event „WORK & GAMIFICATION“ vertreten. Die Veranstaltung ist restlos ausgebucht! *FREU*
Plätze gibt es noch am Freitag, 19. Juli, für die Safari „Democra-c now! Eine Safari in die Zukunft des Arbeitens“! Dazu haben ich, Arthur Soballa und Thomas Dormann vom Möbelkollektiv GmbH einen Text im aktuellen CURT verfasst. Lest rein!
UND: Der VGN-Bahnsommer mit exklusiven Touren, einer Menge Outdoor und Micro-Adventures direkt vor der Haustür startet auch diese Woche! Es gibt noch Plätze zu gewinnen! Schaut vorbei auf https://www.vgn.de/neuigkeiten/vgn_bahnsommer und macht mit beim Gewinnspiel!
Was ein Sommer!

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