Autor: Nina Metz
Dredge war bis vor kurzem das Lieblingsspiel meines Vierjährigen. Dann kam das Cozy Game Tiny Glade (Burgen im Sonnenuntergang bauen) Aktuell hoch im Kurs: Der Recycling Center Simulator. Aber was machen eigentlich Eltern, die nicht zufällig Games-Journalist:innen sind? Wie finden die raus, welche Spiele für ihre Kids besser geeignet sind und worum es in denen geht?
Easy. Die lesen den Ratgeber „Digitale Spiele – Pädagogisch beurteilt“. Der erscheint in diesem Jahr schon in der 35. Ausgabe. Der Clou: Der in Koop zwischen Spieleratgeber NRW, der Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien und der Stadt Köln herausgegebene Ratgeber lässt Kinder und Jugendliche selbst testen. Unter professioneller medienpädagogischer Anleitung werden Games auf ihren besonderen Reiz, aber auch auf ihre Spielbarkeit und insbesondere auf ihre Eignung für die angesprochenen Altersgruppen untersucht.
Der Spieleratgeber NRW ist die Anlaufstelle für ratlose Eltern, deren Kinder zocken. Auch für meine eigene Familie. Umso happier bin ich, dass ich die aktuelle Ausgabe lektorieren durfte! Danke an Tobias Eichhorn, Linda Scholz und Daniel Heinz vom Spieleratgeber NRW für die Möglichkeit.
Um den Jahreswechsel schwemmten Prompts an Grok, Frauen zu entkleiden und als Opfer von Vergewaltigung zu zeigen, die Plattform X. Dabei ist die KI nicht einmal die Spitze des Eisbergs digitaler Gewalt gegen Frauen und Kinder. Warum, habe ich für der Freitag aufgeschrieben.
Hier lesen (PLUS)!
Mittwoch, 21. Januar 2026
14:32 Uhr.
Letzter Satz meiner Doktoarbeit ist geschrieben. 263 Seiten
Feministische Care-Ethik in digitalen Spielen
566 Tage #doktorarbeit
Mit 1 Kleinkind und 1 brandnew Baby dazwischen.
Alleinverdienend und 100 % freiberuflich selbstständig.
Heute bin ich stolz auf mich.
Gespräch | En Detail: Whodunnit
16.1.2026
Janna Krone und ich haben es wieder getan! Wir haben uns bis zu den Nasenlöchern in Genretheorie vergraben und transmediale Spuren gesucht. Diesmal Thema unseres Gamesgenres-Oberseminar-Podcasts: Whodunnits. Also das Subgenre des Krimis, in dem ein:e kluge:r Detektiv:in aus einem überschaubaren Verdächtigenkreis die Schuldigen herausfiltert. Wir sprechen über die Geschichte des Genres, welche Kriterien es gibt, damit sich etwas Whodunnit nennen darf (nur ein Geheimgang und möglichst wenige Zwillinge!) und stellen dann eine ganze Menge an tollen und weniger tollen Spielen mit Ermittlungsmechaniken und/oder Detektivgeschichten vor.
Da ist er! Das zweite Halbjahr 2025 war ich ganz beschäftigt mit ein paar umfangreicheren Projekten. Darunter der XPLR:MEDIA Games Report „Bavarian Game Changers: wie Games Gesellschaft und Medienbranche verändern“.
Den gibt es jetzt hier!
Ob Game-Engines in Film und Fernsehen, Gamification-Anwendungen in Unternehmen oder Spiel-Konzepte in Medienhäusern – Games are here to stay. Auch außerhalb des Unterhaltungssektors. Der Report zeigt, welche Synergien sich zwischen den Branchen auftun, bespricht Trendthemen wie KI und stellt Best Cases aus der bayerischen Spielebranche vor.
Danke XPLR:MEDIA Florentina Czerny und Nina Labaute für die tolle Zusammenarbeit! Und danke an alle Gesprächspartner:innen und Expert:innen, u.a. Dr. Fabian Mehring Bayerisches Staatsministerium für Digitales, Prof. Dr. Dr. Rudolf Inderst, M.A., Paul Redetzky emergo entertainment, Korbinian Vielmeier-Thiede Süddeutsche Zeitung, Alexandra Palme Games/Bavaria.
Bild: XPLR:MEDIA
