Interview | Wie funktioniert freier Spielejournalismus?
15.7.2022
Autor: Nina Metz
Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg
Vortrag | Sexismus in der Gaming-Szene
28.6.2022
OK COOL trifft: Nora Beyer
Interview
26.6.2022
Internationaler Frauentag Coburg
Vortrag | Von Nürnberg zum Nordkap in 30 Tagen & Sicher auf 2 Rädern
8.3. & 10.3.2022
#kindgedanken
Johannisbeeren im Garten pflücken, essen, verschmieren.
Repeat. Damn, that’s good.
Ab und an in die Wolken gucken, in den Wind riechen.
Leben. Manchmal eines der schönsten.
In Arbeit: Mein neues Buch
Kopf frei radeln für mein neues Buch. Übers Radeln. Passend.
Komm mit zum VGN-Sommer 2022
Wir gehen in die Städte.
Diesmal wird’s urban im #vgnsommer. Auf Rallye-Touren quer durch die Städte im Verbundraum warten auf dich eine ganze Menge Abenteuer. Wir zeigen dir, wie nachhaltig mobil sein geht.
Ich freue mich sehr, dass ich die Kampagne in diesem Jahr wieder mitbetreuen darf.
Alle Infos bald unter vgn.de/vgnsommer
Bild: VGN / Sabine Kolvenbach
Für MedienNetzwerk Bayern: Greenwashing
Spätestens seit Fynn Kliemann ist auffällig, dass quasi sämtliche Unternehmen nachhaltig produzieren und alle Influencer:innen plötzlich Sinnfluencer:innen sind.
Für MedienNetzwerk Bayern habe ich mir das Thema Greenwashing/Wokewashing mal angesehen.
Danke an Juergen Mueller für die Einsichten & Ansichten!
HIER LESEN
Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns
Der Weg. Beliebte Metapher. Zumindest, solange er irgendwohin führt.
Leiden, schlecht sein, scheitern ist voll ok, solange es dem Fortschrittsnarrativ dient. Solange es ein Checkpoint bleibt, eine Prämisse, an deren Ende die Erfolgskonklusion steht. Die große Auflösung.
Immer schön progressen, Baby.
Man stelle sich vor, dass man einfach nur scheitern könnte. Ohne irgendeine kathartische Regenbogengoldtopf-Erfahrung am grand finale (das, übrigens, ist unerhört, weil es für viele Realität in einer zunehmend geschlossenen und undurchlässigen Gesellschaft ist und hey, wer will das wissen).
Wir lieben diese Stories. OMG, mein Leben war so shitty, aber dann, am Ende, bäm. Der Struggle hat sich halt voll ausgezahlt. Und zwei Kilo hab ich dabei auch noch verloren.
Ein Versprechen, eine Verheißung.
Verheißung. Verbeißung.
Wir verbeißen uns in das Narrativ vom Weg, der zum Ziel führt (wohin auch sonst). Scheiße sein in was ist erlaubt, ja erwünscht, weil ich dann erst recht das Narrativ zelebrieren kann, dass ich auf dem Weg bin – progresse Fresse.
Alle sind konstant auf dem Weg irgendwohin, mindestens, um sich selber zu finden oder ihr Glück oder ihr Idealgewicht.
Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns.
Fuck this.
Ich bin nicht ganz. Bin fragmentiert und suchend, zweifelnd und stolpernd. Müde und wütend, oft sprachlos. Schlagfertig? – immer zu spät. Und ich weiß, eigentlich, nichts.
Ich weigere mich, daraus ein modernes Erfolgsnarrativ abzuleiten. Kreise schließen sich nicht und wir leben in keiner Chronologie des ‚Es kommt schon alles, wie es kommen soll‘.
In dem wunderbaren, wichtigen Buch „Wider die weibliche Verfügbarkeit“ schreibt Franziska Schutzbach:
Die Erzählung, dass ‚mich die Krise stark gemacht hat‘ ist eine moderne Doktrin, die dem Gedanken verpflichtet ist, das eigene Leben als Happy Ende erzählen zu müssen. Gemäß dieser Erfolgsdoktrin ist es nicht erlaubt, verzweifelt, beschämt oder erschöpft zu sein, ohne daraus (irgendwann) ein Potenzial abzuleiten, eine Quelle für großartige Erkenntnisse, Leistungen, Auswege.
Schluss damit.
Fuck this.
