Danke an die kreativen Teilnehmer*innen meines Kurses „Vom Abenteuer (S)schreiben“ und an das Bildungszentrum Nürnberg!

Wir haben uns gemeinsam auf Mikro-(Rad)Reise begeben, Kerouacs Rastlosigkeit und Ransmayrs inneren und äußeren Zielen des Reisens nachgespürt.

Und haben am Ende dann selbst kreativ geschrieben.

Oben in Kalchreuth haben wir den Drachen zugesehen und daraus wurde in meinem Lyrikergusskopf ein kleines Stück über die Freiheit. Oder so

! Übrigens: In Bälde bin ich zu Gast beim Podcast KontaktAufnahme des Bildungszentrums Nürnberg. Zu hören ab dem 29.10. unter www.bz.nuernberg.de/podcast und auf allen gängigen Podcatchern!

 

Dialog mit dem Drachen

 

Zwischen Laubhimmeln

steigt er, reißt er, zerrt er

erzählt dem Wind davon

wie gern er frei wär´

 

Und mir ist das Flattern im Wind

ein wenig wie mein Herz

Hat keinen Ort

und immer den Kopf in den Wolken.

 

Zwischen Herbsthorizonten

fällt er, sinkt er, bangt er

Jetzt stehen wir uns

Aug´ in Auge:

 

´Sag, Drache, was siehst du?`

´Den Himmel so weit`

´Und dahinter?`

´Die Welt und die Einsamkeit`

 

´Sag, Drache, was wünschst du?`

´Frei fliegen wär´ schön

Dann würd´ ich die Meere und Ozeane sehen.

Und würde reisen bis mein Augenlid bricht

und bereute doch keinen Augenblick nicht.`

 

´Sag, Drache, und wünschst du´s wirklich so sehr

dann halt´ ich dich niemals und nimmermehr`

sprach ich

und.

ließ.

los.

 

Zwischen Waldweiten

über die Wipfel, die Hügel, die Felder, das Land

fliegt er

fliegt er

fliegt er

´Grüß´ mir, Drache, die Welt und die Einsamkeit`

 

Das Flattern im Wind jetzt

ist nur noch mein Herz.