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Branding

Design zweier ikonischer Maskottchen für das Stadtmuseum Fürth

Ich darf vorstellen: Die Kleemos!

(Klee-Blattstadt Fürth; Mo -fränkisch für Mann)

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Heute fährt mein

letzter Zug.

Wir treffen uns

am Bahnsteig.

Du erkennst mich an

meinem viel zu schnellen

Herzklopfen.

Diesmal kann ich

nicht bleiben,

wenn du nicht

mitkommen kannst.

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Diese Minute

schenke ich dir

sie gehört mir nicht

aber ich stehle sie für dich

ich stehle sie der Zeit

Wenn sie mich holen kommen

die drei Wächter

Vergangenheit

Gegenwart

und Zukunft

dann bleibe stark

beuge dich nicht

lege nicht ab

falsches Zeugnis

leugne nicht

und verteidige mich nicht

Sag ihnen nur

mit erhobenem Haupt

dass ich ein Dieb bin

dass ich eine Minute stahl

um sie dir

zum Geschenk zu machen

Sie werden mich dann mitnehmen

Du wirst mich gehen sehen

klein zwischen ihren breiten Schultern

hinter Gitter werden sie mich bringen

unter Wasser und Brot

Weine nicht um mich

sieh nur manchmal

hin zum dunklen Gefängnis

Ich werde eine Kerze formen

aus dem Talg meiner Haut

Wenn es am finstersten ist

werde ich sie brennen lassen

Dort

wo der Schein hinter dem Fenster

mit den Gittern davor

wirst du mich dann wissen

In meiner Zelle

werde ich dann

wieder zum Dieb

immer zum Dieb

Ich werde König sein unter den Dieben

jede Minute

werde ich dir schenken

sie gehören mir nicht

aber ich stehle sie

für dich

Ich stehle sie der Zeit

Und sollte ich

am Strick enden

werde ich

über dem Styx

zum Meisterdieb

werde ich

den Himmel bestehlen

bis keine Minute mehr ist

die nicht

zu deinem Geschenk geworden

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Die größte Errungenschaft

Des Menschen

Ist nicht das Denken

Sondern

Das gedacht werden

Den gegenüber

Anzusehen

Oder eintausend Meilen

Von ihm entfernt

Zu sein

Und sicher zu wissen

Von ihm

Gedacht zu werden

Ein Teil also

Oder sogar alles

Seiner Gedanken

Zu sein

Zu leben

Und zu sterben

Und in Erinnerung

Zu bleiben

Nicht nur als einer

Der denkt

Sondern

Vielmehr als einer

Der

Vor allem

Und im Besonderen

Gedacht wurde

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Vergiss es nicht,

das zwischen den Tagen,

das unser war.

Lass es mich Himmel nennen,

oder heiße es Glück,

rufe es das, was gewährt wurde

zwischen Horizonten, die

eigentlich erbarmungslos.

Meinetwegen spreche ihm

auch alles Jenseitige ab,

reduziere es, realisiere es,

schneide es zu oder ab,

zerschlage seine Rosengläser

und mache es nieder zum Tier,

zu Nächten, zum fleischgewordenen Nüchternen.

Meinetwegen verwünsche es auch,

nach eigenem Bedauern, verfluche

seine Dauerhafigkeit – oder seine Bruchteilartigkeit;

Meinetwegen lasse ihm nichts

außer das Glas seiner Gänsehaut.

Nur vergiss es nicht,

das zwischen den Tagen,

das unser war.

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Ich sehe dich

auf dem Wege

Dein schwarzes Licht

immer einen Sprung

über dem Horizont

Im Ostwind

die weiße Traurigkeit

deines Haars

Ich hoffe um deine Tränen

Ich bange um deine Wangen

bete für die dreieinhalb Falten

deiner jungen Stirn

Ich sehe dich

auf dem Wege

der Nacht hinterherziehen

gehe über Seerosen

im Zwielicht meiner

jungen Träume

dir zu

Das Gras steht hoch

schneidet Blut in meinen

du-losen Torso

Ich sehe dich

auf dem Wege

nur im Dunkel

hinter meinen geschlossenen Lidern

Ich nehme Nadel und Faden

und nähe mir

die Lider zu,

bin lieber blind

als dich

auch nicht einmal mehr dort sehen zu können

im finsteren Licht meiner Lider

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All mein Herz

und die Fasern

und Venen

die im Flußbett

sonnenhelles Wachsen

weinen raufend´ Haar

ziehen, ziehen

drängen

Was hier?

Was hier?

Was willst du

auf der Erde

dem grünen Leichnam

mit Moos zwischen den Zehen

wo du dem Himmel gehörst, Liebender

Sehnender

Hoffender?

Was zieht dich

Wolkenmund

und Frühlingstanz

auf halblahmem Balletschuh

wo du den Himmel

Bett nennen könntest

du Schwingenwesen

du Flügeltier?

Was folgst du

der Teerstraße,

Gott?

Wo dich Magma

führt

Herz der Materie

Erdengeist

Was atmest du

noch

wo du doch luftlos lieben kannst?

Ich muss

und will doch nicht

die Geduld

für vier Monate haben

Muss

und will doch nicht

Wartender

bleiben

auf Bahnsteigen

an Seitenstreifen

an Erdumlaufbahnen

an Lebensgossenstein

am Rande

der Fußgängerzonen

und

im Abseits der Autobahnen

Ich muss

und will doch nicht

nach Luft greifen

wenn meine Hände deine Wange streicheln

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Ab heute

gibt es keine Heiligenscheine mehr

Der Mensch

trägt schwarze Melonen

und dunkle Sonnenbrillen

gegen die blendende Sonne

in Syrien

in Aleppo

sie ziehen sich Handschuhe

über

aus Leder und Gänseschmalz

um keine Spuren zu hinterlassen

auf den Blättern ihrer Weltgeschichte

sie schmökern nur noch die

Inhaltsverzeichnisse

sie haben das Lesen verlernt

stülpen nur die Seiten um

und kichern träge

über die Buchstaben

einer Sprache

die sie

längst vergessen haben

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Soiree im Schloß Burgfarrnbach 2014

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LESEN! & CRIMINALE 2014

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