đŸŒ± Wir sitzen im Gras und schauen.

Oder besser: Du schaust in die Welt und ich schau dich an.

Wie du da sitzt mit deinen kleinen Schultern und der einen Locke, die immer absteht und deinen nackten Zehen, zwischen denen Grashalme stecken.

Und ich denke, wie völlig verrĂŒckt das ist. Dass du du bist und ich ich und ich in mir drin hocke und du in dir und wir alle so einsame Klumpen sind, die niemals aus ihrer Haut fahren können und in andere eintauchen. Nicht wirklich.

Einander kennen, meinte BĂŒchner, Einander kennen? „Wir sind DickhĂ€uter, wir strecken die HĂ€nde nacheinander aus, aber es ist vergebliche MĂŒhe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander ab, – wir sind sehr einsam. Einander kennen? Wir mĂŒssten uns die SchĂ€deldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren.“

Ich werde dich nie ganz verstehen. Und du mich.
Oder wir uns.

Aber ich werd’s versuchen, zumindest ein bisschen zu tun.

Also sitze ich hier und schau dich an.
Und hoffe, dass ich dich sehe.