Im aktuellen Titelthema der Freitag zum Fall Collien Fernandes bin ich auf Seite Drei dabei. Mit der These, dass KI-basierte Manipulation kein reines Tech-Problem, sondern ein Problem der Verteilung von Verletzbarkeit ist. Es braucht nicht nur (endlich) tragfähige rechtliche Rahmenbedingungen. Notwendig ist ein grundsätzliches, radikales Umdenken, wie es feministische Care-Ethiker*innen wie Joan Tronto seit den 1980er Jahren fordern. Sie begreifen Verletzlichkeit als Ausgangspunkt menschlicher Gemeinschaft. Nicht die einzelne Grenzüberschreitung ist das Problem, sondern ein System, das Verletzbarkeit ungleich verteilt – und Verantwortung verdunsten lässt.
Genau darum geht es auch in meiner Doktorarbeit „Feministische Care-Ethik in digitalen Spielen“.
Jetzt in der Ausgabe 13/2026 und online (PLUS)!
